Liebe AnglerInnen,
die aktuell sehr hohen Wassertemperaturen bedeuten für unsere Fische erheblichen Stress. Mit steigender Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser, während gleichzeitig der Stoffwechsel der Fische zunimmt. Dadurch bleibt ihnen immer weniger Reserve, um zusätzliche Belastungen zu verkraften.
Besonders betroffen ist der Hecht. Bereits ab etwa 24 °C Wassertemperatur gerät er an seine physiologische Belastungsgrenze. Nach einem Drill sind die Energiereserven oft erschöpft und der Sauerstoffbedarf stark erhöht. Unter diesen Bedingungen können sich die Tiere häufig nicht mehr ausreichend erholen – selbst wenn sie äußerlich unverletzt erscheinen.
Dies betrifft vor allem Fische, die aufgrund von Mindestmaßen, Fangfenstern oder Schonbestimmungen wieder zurückgesetzt werden müssen. Solche Fische können trotz sorgfältiger Behandlung erst Stunden oder sogar Tage später an den Folgen von Erschöpfung und Sauerstoffmangel verenden.
Aus Verantwortung gegenüber unserem Fischbestand bitten wir daher alle Anglerinnen und Angler, bis zum Rückgang der Wassertemperaturen freiwillig auf die gezielte Fischerei zu verzichten oder diese zumindest deutlich einzuschränken. So leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Fische in einer für sie ohnehin belastenden Zeit. Denn nicht nur Hechte sind betroffen, sondern bei Wassertemperaturen von über > 26°C leiden auch viele andere Arten wie Barsch, Zander, Barbe und Co. bereits an deutlichem Hitzestress.

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Unterstützung.
Passt auf euch auf!
Der Vorstand